Über 100 Jahre Vereinsgeschichte im Murgtal
Der Verein wird gegründet und startet mit zwei Mannschaften in der Kreisliga. Heimspiele finden zunächst in Ottenau auf dem Platz beim Gasthaus "Neuhaus" statt. Gegner sind Gernsbach, Hörden, Ottenau, Forbach und weitere Vereine.
Ein neues Spielfeld wird feierlich eingeweiht. Das Eröffnungsspiel zwischen der ersten Mannschaft Staufenbergs und Ottenau endet 1:1.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Restriktionen der französischen Besatzung wird der Verein am 17. Januar 1948 im Gasthaus "Sternen" neu gegründet. Hans Schiem, Reinhold Sailer und Ignaz Bock übernehmen die Führung.
Am 19. September findet das erste offizielle Ligaspiel nach der Neugründung statt – der Verein kehrt in den Spielbetrieb zurück.
Am 14. Juni wird das 30-jährige Bestehen in der Markthalle gefeiert. Erster Vorsitzender Fritz Feucht erhält die goldene Ehrennadel des Verbandes.
1955 steigt die Mannschaft in die C-Klasse ab. Am 20. August 1957 stirbt Spieler Rudi Kugel an den Folgen einer Verletzung aus einem Pokalspiel gegen Gernsbach.
Als Vizemeister steigt der Verein von der C-Klasse in die B-Klasse auf.
Mit rund 60 Frauen wird eine Gymnastikgruppe gegründet, die sich im Gasthaus "Sternen" trifft.
Am 2. Juli wird der Verein offiziell als e.V. eingetragen, womit die Haftung auf das Vereinsvermögen beschränkt wird.
Nach erfolgreichem Einspruch beim Kreisverband – wegen nicht erfüllter Schiedsrichterquoten anderer Vereine – wird Staufenberg trotz Drittplatzierung wieder in die B-Klasse eingestuft.
Ende 1972 wird in Eigenleistung ein Clubhaus fertiggestellt. Lotteriegelder und Toto-Mittel ermöglichen die schuldenfreie Fertigstellung.
Am 5. Juni besiegt die erste Mannschaft den FC Iffezheim 1:0 in Rauental vor über 800 Zuschauern und steigt in die Kreisliga A auf. Trainer Bernd Eller führt das Team zum Erfolg.
Am 14. Juni erreicht Staufenberg das Kreispokalfinale gegen VFB Bühl. In Führung bis zur 83. Minute verliert der Verein 1:2 – der Titelverteidiger dreht das Spiel in der Schlussphase.
Am 2. Juli reist die A-Jugend in die USA – eine Einladung, die aus dem Besuch einer amerikanischen Mannschaft 1979 entstanden war. Leitung: Albert Döffinger und Edgar Karcher.
Am 17. Juni wird das 60-jährige Bestehen in der Staufenberghalle gefeiert. Sieben Gründungsmitglieder werden geehrt: Ferdinand Grabenstätter, Hermann Kleeh, Richard Kleeh, Ferdinand Schmeiser, Karl Schmeiser, August Koch und Otto Zürn.
Nach langen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung wird ein neuer Kunstrasenplatz mit Sandfüllung genehmigt und gebaut.
Am 8. September wird der neue Kunstrasenplatz mit einem dreitägigen Fest eingeweiht. VFB-Stuttgart-Altherren spielen gegen eine Prominentenauswahl aus ZDF und Südwestfunk.
Im Juni stirbt der aktive Spieler Jürgen Negele bei einem Arbeitsunfall und hinterlässt eine schmerzliche Lücke in der Vereinsgemeinschaft.
Die erste Mannschaft gewinnt die Meisterschaft mit einem 0:0 gegen DJK Au im letzten Spiel. 42:18 Punkte, 59:34 Tore. Trainer Helmut Fritsch führt das Team in die Bezirksliga. Belohnung: einwöchige Reise nach Lloret de Mar.
Nach nur einer Saison in der Bezirksliga zwingt die dünne Kaderstärke zum Abstieg zurück in die Kreisliga A.
Rund 70.000 DM werden in die Erneuerung der Heizungsanlage, neue Umkleideräume, Duschen und Modernisierung des Clubhauses investiert.
Im Mai wird Michael Schiem zum ersten Vorsitzenden gewählt, Fred Bender als Stellvertreter. Wilfried Bender übergibt nach zehn Jahren den Staffelstab.
Am 16. November beginnt das Kinderturnen für 4–6-Jährige in der Staufenberghalle. Innerhalb von Monaten werden weitere Altersgruppen hinzugefügt.
Eine F-Jugend-Mannschaft wird angemeldet und legt den Grundstein für den Nachwuchsbereich des Vereins.
Ein Sommerfest in der Staufenberghalle feiert das 70-jährige Bestehen. Wilfried Bender und Hans Schiem werden zu Ehrenvorsitzenden ernannt. Ferdinand Grabenstätter wird für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Am 30. Januar genehmigt der Gemeinderat einen neuen Rasenplatz mit innovativem Zellrasen-System (hydrokulturierte Zellen mit automatischer Bewässerung), der 15–20 Jahre halten soll.
Ab April 1995 wird der alte Kunstrasen abgerissen und ein neuer Rasenplatz gebaut. Heimspiele werden nach Selbach verlegt. Gleichzeitig wird das Clubhaus umfassend renoviert: neue Terrasse, vergrößerte Küche, neue Sanitäranlagen, Fenster und Außengestaltung.
Am 9. Juli weiht der Bundesligist Karlsruher SC das neue Stadion vor über 2.000 Zuschauern ein. Staufenberg erzielt zwei Tore (Carsten Denk nach 10 Sekunden, Tobias Müller), verliert aber 2:27. KSC-Trainer Winfried Schäfer lobt Anlage und Gastfreundschaft.
Vom 13.–22. Juni wird in der renovierten Markthalle ein viertägiges Fest mit Festabenden, Unterhaltung und Ausstellungen gefeiert.
Endlich gelingt nach sechs Jahren die Rückkehr in die Kreisliga A. Im Entscheidungsspiel gegen FV Stollhofen (auswärts 2:1, zuhause 2:2 n.V.) sichern dramatische Tore in der Schlussminute von Carsten Denk und Frank Schmeiser den Aufstieg unter Trainer Manfred Madach.
Nach anfänglichen Erfolgen steigt die Mannschaft nach einer Saison wieder ab – schwache Heimleistungen und fehlender Teamzusammenhalt sind die Ursachen.
Von 2000 bis Februar 2002 wird in 2.639 Stunden Eigenleistung ein 10.884 m² großer Tennenplatz gebaut. Im Juni 2002 übergibt Bürgermeister Dieter Knittel den Platz offiziell und würdigt das außerordentliche ehrenamtliche Engagement.
Unter Interimstrainer Manfred Madach wird die erste Mannschaft Vizemeister. Die zweite Mannschaft gewinnt die Meisterschaft mit 56 Punkten und 103:30 Toren – ein Kreisrekord.
Ein dreitägiges Sommerfest in der Markthalle feiert das 80-jährige Bestehen: Mallorca-Party am Freitag, SWR3 Dance Night am Samstag mit über 600 Besuchern, Musikprogramm am Montag.
Zum 85. Vereinsjubiläum gelingt als Vizemeister der Aufstieg in die Kreisliga A Nord. Nach 2:2 zuhause gegen FC Lichtenau folgt ein 3:2-Auswärtssieg. Trainer Friedhelm Dürr (Nachfolger von Harald Eckhardt seit 2006) feiert damit seinen letzten Erfolg.
Im Juli wird die erste Beach-Party gefeiert: 75 Tonnen Sand verwandeln den Clubhausparkplatz in einen künstlichen Strand. Beach-Soccer-Turnier, DJs und Sommeratmosphäre machen die Veranstaltung zum sofortigen Erfolg – sie wird zur jährlichen Tradition.
Im August wird das 90-jährige Bestehen auf der Clubhaussterrasse gefeiert. Lokalkünstler Patrick Rauscher enthüllt den "Ball der Geschichte" – eine große Edelstahlkugel mit 90 Jahren Vereinsmeilensteinen und Platz für künftige Ereignisse.
Mit Förderung der Stadt (10 %), des Badischen Sportbundes (30 %) und 210.000 Euro Gesamtkosten wird ein 90×48 m großer FIFA-gerechter Kunstrasenplatz errichtet. Fertigstellung im Frühjahr 2018 – Entlastung für den Hauptrasenplatz für Jugend, Damen und Herren.
Das Großprojekt ersetzt das Clubhaus von 1972 durch ein neues Gebäude im Wald – Restaurant und Sportstätte in einem. LEADER-Förderung (200.000 €, genehmigt Dezember 2019) plus 20.000 € für Waldumrüstung. Spatenstich am 10. März 2021, 6.200 Ehrenamtsstunden, trotz Corona, Ukraine-Krieg und Materialengpässen. Richtfest November 2021, Fertigstellung September 2022.
Am 19. Januar 2023 eröffnet das "Roberts Steakhouse in der Auwiesenhütte" unter Betreiber Robert Maderevic. Im März 2023 werden die Sporträumlichkeiten (Umkleiden, Duschen, Vereinsraum, Büros) fertiggestellt. Die Hütte liegt an der Premiumwanderwege Gernsbacher-Runde und Murgleiter-Route.